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Mit Heldentaten durch die Corona Pandemie

Wir erklären dir kurz und verständlich, warum genesene Patient:innen eine echte Chance für unsere Gesellschaft in der aktuelle Situation darstellen.

Finde heraus wo du helfen kannst

Während deines Kampfes gegen COVID-19 hat dein Immunsystem Antikörper gegen das Virus gebildet. Sie haben dir geholfen, das Virus zu besiegen und finden sich nun in deinem Blutplasma. Jetzt hast du die besondere Gelegenheit Gutes zu tun, denn das Risiko einer Reinfektion oder Übertragung des Virus ist bei dir minimal! Zudem kannst du mit einer Plasmaspende schwer Erkrankten im Kampf gegen COVID-19 helfen oder einen Beitrag zur Forschung über Antikörper leisten. Geeignete Anlaufstellen dafür findest Du auf unserer ImmunHelden Map.

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Das Sagen die experten

Christian Torres Reyes

Christian Torres Reyes

Facharzt für Innere Medizin

Zitat Anführungszeichen

Als Internist behandele ich im Krankenhaus unmittelbar Patienten, die von der neuen Coronakranheit betroffen sind. Sowohl für die Betroffenen als auch für mich sind 2 Probleme besonders frustrierend: - Wie wenige verlässliche Behandlungsoptionen gegen das Virus zurzeit zur Verfügung stehen - Wie viel wir über diese neue Erkrankung noch nicht wissen Die Immunantwort von Genesenen, die diesen Kampf bereits gewinnen konnten, beantwortet uns offene Fragen (Forschung) und bietet dringend benötigte Optionen für schwer Erkrankte auf Intensivstationen (Therapie). Ich halte die Plasmaspende in diesem Sinne für eine gute Möglichkeit um als Gesellschaft gemeinsam aktiv an der Front im Kampf gegen das Virus mitzuwirken.

Zitat Anführungszeichen

Ehrenamtlich und uneigennützig als Open-Source Projekt entwickelt von Euerem ImmunHelden Team

TeamTeam

Häufige Fragen

Mittwoch, 24. Juni 2020

FAQ zur Blutplasmaspende (nach Genesung von COVID-19 und allgemein)

Aktuell werden von COVID-19 Genesene händeringend als Blutplasmaspender:innen gesucht. Bis ein wirksamer Impfstoff für den Großteil der Bevölkerung zur Verfügung steht, kannst Du mit einer Blutplasmaspende einen wichtigen Beitrag zur Erprobung neuer Therapiemöglichkeiten leisten.

Einige COVID-19 Patient:innen können nicht so schnell Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 bilden, wodurch es zu lebensbedrohlichen Erkrankungsverläufen kommen kann. Plasma von Genesenen wie Dir könnte ihnen bei der Überwindung ihrer Krankheit helfen.

Gegenwärtig wird Plasma von Genesenen, sogenanntes Rekonvaleszentenplasma, im Rahmen von Studien oder individuellen Heilversuchen eingesetzt.
Gut die Hälfte des Blutes (55 Prozent) ist eine klare, gelbliche Flüssigkeit: das Blutplasma. Das Blutplasma selbst besteht zu 91 Prozent aus Wasser. Der Rest sind Nährstoffe, Hormone, Mineralien und mehr als 120 verschiedene Eiweißstoffe (Proteine). Diese Eiweiße sind zum Beispiel zur Blutgerinnung und zur Abwehr von Infektionen lebenswichtig.
Zunächst wird dir Vollblut abgenommen, das über einen Schlauch in ein spezielles Gerät, das Plasmapherese-Gerät, gelangt. Dort werden feste und flüssige Blutbestandteile voneinander getrennt. Der flüssige Anteil ist das Plasma. Während das Plasma in einem speziellen Behälter gesammelt wird, gelangen die übrigen Blutbestandteile noch während der Spende zurück in den Körper.*

Eine Plasmaspende dauert im Schnitt etwa 30 bis 60 Minuten. Die Spendedauer hängt von Deinen individuellen Blutwerten und der Menge des Dir entnommenen Plasmas ab. Wieviel Plasma Du persönlich spenden darfst, erklärt Dir das medizinische Personal vor Ort. Oder informiere Dich bei Deiner Spendestelle online, beispielsweise beim DRK oder dem Blutspendedienst Hamburg.
Die Plasmaspende ist schonend für den Körper: Alle Plasmabestandteile, die bei der Spende entnommen werden, bildet der Körper innerhalb von Stunden bis maximal zwei Tagen wieder nach. Daher ist Plasma spenden auch in deutlich kürzeren Abständen möglich als Blut spenden. Weitere Details findest du beispielsweise auf den Seiten des Plasmazentrums Heidelberg.
Frauen und Männer dürfen maximal 60 Mal im Jahr Plasma spenden. Zwischen zwei Plasmaspenden müssen mindestens drei Tage liegen.
Für das Spenden von Rekonvaleszentenplasma ist es meist notwendig, einen Nachweis einer seit mehreren Wochen überstandenen Infektion zu erbringen (z.B. einen positiven und mehrere Wochen zurückliegenden PCR-Test). Daher vergibt der Großteil der Blutspendezentren Termine für die Blutplasmaspende nach Genesung von COVID-19 nur nach telefonischer Besprechung oder Ausfüllen eines Online-Fragebogens. Informiere Dich unbedingt über die Links auf unserer Karte und rufe gegebenenfalls bei der Blutspendeeinrichtung in Deiner Nähe an, bevor Du Blutplasma spenden gehst.
Die Voraussetzungen variieren je nach Blutspendezentrum leicht. Grundsätzlich solltest Du volljährig und zum Zeitpunkt der Blutplasmaspende bei guter Gesundheit sein sowie keine schwerwiegenden Grunderkrankungen oder Autoimmunerkrankungen haben.

Darüber hinaus kann es weitere Voraussetzungen geben, die je nach Spendezentrum variieren. Wende Dich am besten direkt an das Zentrum deiner Wahl und kläre ab, ob Du für eine Spende infrage kommst.

Auf unserer Karte findest Du Links zu Blutspendeeinrichtungen in Deiner Nähe und ganz genaue Informationen zu den verschiedenen Voraussetzungen.
Am Tag der Blutplasmaspende solltest Du viel trinken (natürlich alkoholfrei) und auf anstrengende sportliche Aktivitäten verzichten, um den Flüssigkeitshaushalt Deines Körpers optimal auf die Blutspende vorzubereiten. Außerdem ist es ratsam, normal, aber nicht zu fettreich zu essen und nicht zu rauchen, da das die Qualität Deines Blutplasmas beeinflusst.

Auch einen Tag vor der Blutspende solltest Du keine allzu fetthaltigen Speisen zu Dir nehmen.
Nach der Spende heißt es kurz ausruhen. Du musst mindestens 30 Minuten warten, bevor du den Blutspendedienst verlässt. Es ist wichtig, dass du noch etwas isst und viel trinkst – natürlich alkoholfrei. Am besten gehst du den restlichen Tag ruhig an.
Nein. Es wird immer steriles Einwegmaterial verwendet. Daher ist eine Krankheitsübertragung auf Dich ausgeschlossen.(https://www.blutspenden.de/blut-und-plasmaspende/ablauf-einer-blut-und-plasmaspende/)
Es ist grundsätzlich nicht von einer erhöhten Infektionsgefahr bei Spendeterminen auszugehen. Weitere Details unter Punkt unter Punkt 3 der Mitteilung des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für Gesundheit.

Wichtig ist, dass Du Dich auch vor Ort an die allgemeingültigen, sowie für die jeweilige Einrichtung speziellen Hygienevorschriften und -empfehlungen hältst (Einhaltung des Mindestabstands zu anderen SpenderInnen und der Hust- und Niesetikette, Händewaschen bzw. -desinfektion, ggf. Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes).
Trotz größter Sorgfalt können in einigen Fällen nach der Spende folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Kreislaufprobleme (vor allem, wenn vorher zu wenig getrunken wurde), von leichtem Schwindel bis zur Bewusstlosigkeit
  • Übelkeit, sehr selten mit Erbrechen
  • Schmerzen und Bluterguss (Hämatome) an der Einstichstelle, lokale Entzündungen

Überaus selten können Hautnerven an der Einstichstelle geschädigt werden. Langanhaltende oder dauerhaft bleibende Beeinträchtigungen durch das Blutspenden sind extrem selten, können jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Leichtes Kribbeln der Finger, der Zehen, der Zunge oder im Mund.

FAQ zu Coronavirus SARS-CoV-2 und Immunität

Zu diesen Fragen lassen sich bisher leider noch keine ganz eindeutigen Aussagen treffen.

Nach dem aktuellen Forschungsstand ist nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung das Risiko einer späteren Reinfektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sehr gering. (Bao L, Deng W, Gao H, Xiao C, Liu J, Xue J, et al. Reinfection could not occur in SARS-CoV-2 infected rhesus macaques).
Einerseits kann der Körper 5-14 Tage nach Symptombeginn Antikörper bilden, die dabei helfen, das Virus zu neutralisieren. Andererseits werden bestimmte Immunzellen (T-Zellen) gebildet (BzGA, SWR)

Wie lange und in welcher Konzentration sich Antikörper nachweisen lassen, ist aber individuell unterschiedlich und hängt auch vom Krankheitsverlauf ab: Bei Infektionen ohne Symptome oder mit nur leichten Symptome nimmt die Anzahl der Antikörper oft nach einigen Wochen bis Monaten wieder ab (BzGA, ZDF )

Die gebildeten T-Zellen helfen dem Körper allerdings sich auch dann noch gegen eine Reinfektion zu wehren, wenn keine Antikörper mehr vorhanden sind.
Im NDR-Podcast vom 01.09. erklärte Christian Drosten dazu: 'Sobald der Patient wieder Kontakt mit dem Virus hat, springt das Immungedächtnis sofort wieder an und es ist sofort wieder der Antikörper da. Also schneller im Prinzip, als sich das Virus überhaupt im Körper verbreiten kann.'

Das sind auch gute Nachrichten für diejenigen, die sich impfen lassen (können): Der Schutz der aktuell verfügbaren Impfstoffe basiert ebenfalls auf der körpereigenen Immunantwort.
Wie lange eine Person nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ansteckend ist, lässt sich nicht pauschal sagen und hängt unter anderem davon ab, wie schwer sie erkrankt ist.

Sicher ist, dass man in den ersten Tagen vor und nach Symptombeginn am ansteckendsten ist und dass auch asymptomatische Personen andere anstecken können.
Im Laufe einer COVID-19-Erkrankung sinkt die Wahrscheinlichkeit, andere anzustecken (in der zweiten Woche nach Symptombeginn können bereits Antikörper gebildet werden, siehe “Bin ich nach einer Genesung von COVID-19 immun? Ab wann und wie lange?”). Bei milder oder moderater Erkrankung ist dieses Risiko 10 Tage nach Symptombeginn bereits sehr gering. Schwer Erkrankte können aber auch noch deutlich länger ansteckend sein (RKI).

Die Entscheidung, wann eine Person als nicht mehr ansteckend gilt bzw. wann eine häusliche Quarantäne oder Isolierung aufgehoben werden kann, trifft das zuständige Gesundheitsamt. Bei Personen, die wegen einer COVID-Erkrankung in häuslicher Isolierung sind, wird frühestens 10 Tage nach Krankheitsbeginn die Isolierung aufgehoben, wenn seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr vorliegen oder gemäß ärztlicher Beurteilung eine nachhaltige Besserung der akuten COVID-19-Symptome eingetreten ist. (BZGA).
Zum Nachweis einer Genesung von COVID-19 existieren mehrere Strategien, die sich hauptsächlich darin unterscheiden, ob das Virus direkt oder indirekt nachgewiesen wird.

Mit direkten Testverfahren lässt sich ermitteln, ob eine Person akut mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Hierzu nutzt man einen PCR- oder einen Antigentest. Nach der nationalen Teststrategie (BGM) wird bei symptomatischen Personen in der Regel der verlässlichere PCR-Test vorgenommen.

Eine Möglichkeit besteht darin, nach einer bestätigten Infektion abzuwarten, bis die Symptome vollständig abgeklungen sind und ein zusätzlicher 'Sicherheitszeitraum' verstrichen ist (siehe Wie lange muss ich nach meiner Genesung warten, um mich als ImmunHeld:in zu engagieren?).

Zusätzlich dazu kann ggf. mithilfe eines weiteren Tests sichergestellt werden, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 bei der betroffenen Person nicht mehr nachweisbar ist.

Eine andere Strategie beruht auf indirekten Testmethoden, die nicht das Vorliegen des Virus selbst, sondern die Reaktion des Körpers auf eine zurückliegende Infektion erfassen. Hierzu nutzt man insbesondere Antikörpertests, mithilfe derer analysiert werden kann, ob die getestete Person Antikörper, d.h. eine Immunantwort, auf das Virus entwickelt hat.

Antikörper werden typischerweise in der zweiten bis dritten Woche nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gebildet. Lassen sich bei einer Person Antikörper nachweisen, wird daher darauf geschlossen, dass sie ehemals mit dem Virus infiziert war.

Der direkte Nachweis einer Infektion mittels PCR-Test und das anschließende mehrwöchige Abwarten, also die erste Möglichkeit, ist bisher zuverlässiger als ein Genesungsnachweis mittels Antikörpertests (BGM).

Die Zuverlässigkeit von Antikörpertests wird noch untersucht. Ihre Fehlerquote liegt bisher allerdings durchgängig über dem Richtwert von 1,5%, den Expert:innen für aussagekräftige Testergebnisse empfehlen (NDR).
Bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit von Antikörpertests, ist es wichtig, zwei Arten von Tests zu unterscheiden. Zum einen gibt es Elisa-Tests (Enzyme-linked Immunosorbent Assay), die nach einer Blutabnahme im Labor durchgeführt werden. Ihre Fehlerquote liegt bei 2%-3%. Zum anderen gibt es kommerzielle Schnelltests, die so ähnlich funktionieren wie ein Schwangerschaftstest und die deutlich unzuverlässiger sind (Deutschlandfunk Nova).


Aktuell werden Antikörpertests in Deutschland hauptsächlich zu Forschungszwecken und nur in Einzelfällen unterstützend zur Diagnostik eingesetzt. (BzGA).

Allerdings können Antikörpertests in besonderen Fällen, in denen sehr zuverlässige Aussagen zum Genesungsstatus notwendig sind, direkte Testmethoden ergänzen. Eine Kombination von einem zurückliegenden positiven PCR-Test, einem aktuellen negativen PCR-Text oder Ausbleiben der Symptome seit 4 Wochen und einem Antikörpertest wird vom Paul-Ehrlich Institut für die Annahme von Blutplasma-Spenden durch Genesene gefordert (PEI).
Als Goldstandard gilt der direkte Nachweis durch einen PCR-Test. Dazu werden Proben parallel aus den oberen und unteren Atemwegen entnommen.

Antigentests sind eine weitere – noch relativ neue – Methode, um eine Infektion nachzuweisen. Auch hier wird ein Abstrich aus dem Mund-Nasen-Rachenraum genommen. Ein Teststreifen zeigt innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis an. Getestet wird auf Eiweißbausteine des Erregers (Antigens) in der Probe. Bislang gelten Antigentests allerdings als weniger verlässlich als Tests mit der PCR-Methode.

Von Corona-Selbsttests raten wir ab, da viele Faktoren wie zum Beispiel der unsachgemäße Transport oder auch Fehler bei der Abnahme das Ergebnis verfälschen können.
Die Sensitivität gibt an, wie viel Prozent der Erkrankten korrekt als solche identifiziert werden. Die Spezifizität gibt an, wie viel Prozent nicht erkrankte Personen durch einen Test als gesund erkannt werden (Glossar des RKI. Werden beide Gütekriterien zusammen betrachtet, lassen sich genaue Aussagen zur Zuverlässigkeit eines Tests treffen.

Angaben (z.B. von Antikörpertestherstellern), die sich nur auf einen (und meist den besseren) Wert beziehen, ist hingegen nicht zu trauen.
Die bisherigen Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2 scheinen zwar ansteckender, aber nicht für schwerere Verläufe verantwortlich zu sein. Diese Entwicklung ist auch für die Evolution von vielen anderen Viren typisch: Nicht die tödlichsten, sondern die ansteckendsten Varianten setzen sich durch.

Die neue Virusmutationen unterscheiden sich von den ersten Virusvarianten durch eine Veränderung des Spike-Proteins. Das ist der Teil des Virus, der sich an menschliche Zellen anheftet und nun durch veränderte Strukturen einen leichteren Zugang zu unserem Körper haben kann.

Nach dem aktuellen Wissensstand können sich die neuen Virusmutationen bereits so gut im Hals replizieren, dass sie bei einer Ansteckung nicht mehr von Lunge zu Lunge gelangen müssen. Wenn sich das Virus weiter verändert, könnte es z.B. auch zu anderen Hauptsymptomen kommen, die dazu führen könnten, dass sich das Virus noch schneller verbreitet. Aus dem typischen Husten könnte z.B. ein Fließschnupfen werden. Darum ist es auch weiterhin wichtig, die Hygieneregeln streng einzuhalten.

Bei den aktuellen Virusmutationen geht die Gefahr also hauptsächlich davon aus, dass sich mehr Leute in kürzerer Zeit anstecken. Und eine größere Gesamtzahl von Infizierten bedeutet bei etwa gleichem Risiko für schwere Verläufe, dass insgesamt auch mehr Personen schwer erkranken (NDR, Corona-Podcast vom 05.01.2021).

Eine gute Nachricht ist, dass sich das Virus hinsichtlich der Eigenschaften, die seine Impfempfindlichkeit betreffen, bisher nicht verändert hat (Tagesschau, DW).

FAQ zum Engagement von ImmunHeld:innen

Kurzgefasst:
Ab 4 Wochen nach kompletter Genesung (Abklingen der Symptome von COVID-19-) oder 2 Wochen nach der letzten negativen SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik aus einem Abstrich kannst Du als ImmunHeld:in aktiv werden!

Zum Hintergrund:
Wie lange man nach Symptombeginn andere Personen anstecken kann, ist individuell unterschiedlich und hängt auch von der Krankheitsschwere ab. Bei milder oder moderater Erkrankung ist das Risiko, andere anzustecken, bereits 10 Tage nach Symptombeginn sehr gering. Bei schwerer Erkrankung kann man auch deutlich länger ansteckend bleiben (RKI).

Zum geringen Risiko, sich selbst nach einer überstandenen Infektion erneut zu infizieren siehe “Bin ich nach einer Genesung von COVID-19 immun? Ab wann und wie lange?”

Das Paul-Ehrlich-Institut (das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) gibt für das Spenden von Blutplasma nach Genesung von COVID-19 vorsichtshalber die Empfehlung, Spender:innen 4 Wochen nach kompletter Genesung von COVID-19- oder 2 Wochen nach der letzten negativen SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik aus einem Abstrich zuzulassen (PEI).

Dieser Empfehlung schließen wir von ImmunHelden uns an, und zwar sowohl für die Blutplasmaspende als auch für sonstige Heldentaten: Schließlich solltest Du Dich wieder fit und erholt fühlen, bevor Du Dich engagierst!
Wenn Du Dich als ImmunHeld:in registriert hast, erhältst Du regelmäßig E-Mails mit Hilfegesuchen in Deiner Umgebung. Du kannst dann frei entscheiden, auf welche Hilfegesuche Du reagierst. Darüber hinaus kannst Du Dir auf unserer Karte auch ohne Registrierung jederzeit einen Überblick darüber verschaffen, wo Du Dich engagieren kannst.

Hilfesuchende Organisationen können Dich um einen Nachweis zu Deiner Genesung bitten. Damit Ihr dafür nicht auf ein persönliches Treffen warten müsst, arbeiten wir an einem Video-Ident Verfahren, das Euch dafür einen sicheren Kommunikationskanal bietet.
Die Organisationen freuen sich sicher über jede Art der Hilfe, unabhängig davon, woher sie kommt. Bei der Vielzahl an Angeboten, die aktuell in der Krise entstehen, ist es aber wahrscheinlich für die Organisationen schwierig, den Überblick über alle Vermittlungsstellen zu behalten. Erwähne uns sehr gern, doch noch viel wichtiger: erwähne, dass Du genesen bist!
Wir wollen ganz ehrlich sein: Ein gewisses Restrisiko für einzelne Personen lässt sich nicht hundertprozentig ausschließen, solange es keinen sicheren Immunitätsnachweis gibt. Wir finden, dass jeder selbst entscheiden sollte, ob er oder sie bereit ist, das in Kauf zu nehmen.

Eine besonders risikoarme Möglichkeit, sich nach einer Genesung von COVID-19 zu engagieren, ist die Blutplasmaspende (siehe „Warum sollte ich nach einer Genesung von COVID-19 Blutplasma spenden?“).
Du musst Dich an dieselben Sicherheitsvorkehrungen wie alle anderen Helfer:innen halten. Dein Einsatz ist trotzdem besonders wertvoll, weil sich das Infektionsrisiko dadurch zusätzlich verringern lässt.
Nach einer Registrierung als hilfesuchende Organisation erhalten ImmunHeld:innen in der Umgebung eine E-Mail mit Informationen zu Eurem Hilfegesuch und Euren Kontaktdaten.

So können sich ImmunHeld:innen bei Euch melden, wenn sie Euch unterstützen können. Ihr könnt bei der Registrierung angeben, ob Euer Hilfegesuch mit Euren Kontaktdaten auch auf unserer Karte veröffentlicht werden soll. Nimmt ein:e ImmunHeld:in Kontakt zu Euch auf, könnt ihr besprechen, wie Euch geholfen werden kann und auf welche Art der oder die ImmunHeld:in ihre oder seine Genesung von COVID-19 nachweisen kann. Zu diesem Zweck bieten wir Euch ein Video-Ident-Verfahren – ganz ohne Gesundheitsdatenspeicherung.

Quellen

Du hast noch immer Fragen oder Anregungen?